Erstellung eines Nachhaltigkeitsinventars (Sustainability Inventory)

Projektleitung Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub

Unternehmen ein börsenkotiertes Schweizer Grossunternehmen

Hintergrund

Das betreute Unternehmen strebte nach einer Stärkung seiner Position als Innovator in technologischen Schlüsselmärkten. Um diese Position auch in der Kommunikationspolitik zu unterstreichen, erwägte es die Transformation seiner Jahresberichterstattung von einer traditionellen, wenig innovativen und nahezu ausschliesslich ökonomisch ausgerichteten Geschäftsberichterstattung zu einer modernen und zukunftsorientierten integrierten Berichterstattung, die systematisch sowohl ökonomischer als auch ökologische und soziale Indikatoren berücksichtigt. Ziel sollte sein, die Geschäftsberichterstattung des Unternehmens im Verlaufe von zwei Jahren zu einer der national und international in ihrer Branche besten zu entwickeln.

Problemstellung

Zur Erreichung dieses Ziels benötigte das Unternehmen zunächst eine Datenbasis. Diese sollte alle Informationen und Daten aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales enthalten, welche zur Erstellung der neuen Form der Berichterstattung benötigt werden. Eine solche Datenbasis bildet ein Nachhaltigkeitsinventar (Sustainability Inventory), das es vorgängig zur Transformation der Berichterstattung zu entwickeln galt.
Des Weiteren war das Unternehmen auf kompetente Partner angewiesen, die nicht alleine über die Kapazitäten zur Erstellung einer klassischen Geschäftsberichterstattung verfügen, sondern zugleich über fundierte Kenntnisse des Themas Nachhaltigkeit bzw. Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Fähigkeit, alle Anspruchsgruppen zielgruppengrecht mit den sie interessierenden Inhalte über die adäquaten Kommunikationskanäle  anzusprechen.


Vorgehen und Ergebnisse

Mitglieder des IfSM erstellten dem Unternehmen auf Basis einer bewährten Methodologie, die Interviews mit Schlüsselpersonen des Unternehmens und Desktop research beinhaltet, ein auf den neusten Richtlinien der Global Reporting Initiavtive basierendes Nachhaltigkeitsinventar. Auf dessen Basis konnte insbesondere abgeschätzt werden

wie bereits im nächsten Bericht Einzelaspekte zu Umwelt und Sozialem integriert werden konnten
in welchen Bereichen dem Unternehmen noch wichtige Daten fehlten
welchen Zeitaufwand und welche Kosten die Beschaffung der fehlenden Daten bedeuten würden

Zudem führte das Projekt zu einer Vernetzung all derjenigen Personen im Unternehmen, die mit dem Nachhaltigkeit direkt oder indirekt zu tun haben (z.B. der Kommunikationsverantwortliche im Reporting, der Umweltmanager oder der Personalverantworltiche).

Das Sustainability Inventory konnte vom Unternehmen ausser für die Berichterstattung auch für die Entwicklung eines Umwelt- und Sozialmanagementsystems genutzt werden, da es alle notwendigen Daten enthielt .

In einem weiteren Schritt unterstützte das Forschungsteam das Unternehmen bei der Auswahl einer passenden Agentur, die nicht nur in der Lage war, einen guten Geschäftsbericht zu erstellen, sondern zugleich über das notwenige Know-how in der Nachhaltigkeitthematik verfügte.