Entwicklung eines Nachhaltigkeitsfonds
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| Projektteam |
Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub
Yvonne Scherrer
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| Unternehmen |
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| Hintergrund |
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Im Zuge des Diskurses um eine nachhaltige Entwicklung und die hierbei zu leistenden Beiträge verschiedener gesellschaftlicher Organisationen haben Forderungen nach mehr Verantwortung von Wirtschaftsunternehmen für ihre soziale und ökologische Umwelt in den vergangenen Jahren markant zugenommen. Eine der Folgen dieser Entwicklung ist die Herausbildung von Konzepten zur „Corporate Social Responsibility“ bzw. zur „Corporate Sustainability“.Vorangetrieben wurden diese u.a. durch Banken und Investmentgesellschaften, welche der wachsenden Nachfrage nach ethischen Investments mit der Etablierung „nachhaltiger“ Fonds begegnen wollten. Entsprechend entwickelten sie Kriterienkataloge und Instrumente zur Messung der „Nachhaltigkeit“ eines Unternehmens. Wenngleich diese Messinstrumente durchaus komplex sind, berücksichtigen sie einige wichtige Teilbereiche zu wenig, in denen die Nachhaltigkeit des Handelns bzw. das nachhaltige Denken eines Unternehmens prinzipiell gut gemessen werden könnte. Unter dies zählt den Bereich der „Corporate Philantrophy“, also des Spendenverhaltens von Unternehmen. Je klarer ein Unternehmen zeigen kann, dass es auch sein gesellschaftliches Engagement systematisch an der Leitidee einer nachhaltigen Entwicklung orientiert, desto besser kann es belegen, dass es ihm bei seinen Bemühungen Ernst ist, zur gesellschaftlichen Wertschöpfung beizutragen.
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| Lösungsansatz |
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Das beratene Unternehmen hatte sich entschlossen, zur Schliessung dieser Lücke beizutragen und gemeinsam mit externen Beratern für das eigene Unternehmen ein integriertes System nachhaltigen Spendens zu entwickeln. Vorgeschlagen wurde ihm die Einrichtung eines Fonds, in den alle Gelder des Unternehmens fliessen sollten, die es der Öffentlichkeit künftig für „nachhaltige“ Projekte zur Verfügung stellen wollte. Der Fonds sollte dabei kein operativer sein, der ausschliesslich eigene Projekte unterhält, sondern ein ermöglichender Förderfonds.
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| Zielsetzungen |
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Optimierung der nachhaltigen Unternehmenskultur: Das Unternehmen strebte an, sich selbst so nachhaltig wie möglich zu entwickeln. Entsprechend war es nur logisch, auch im Bereich des Spendens eine Strategie zu entwickeln, die dieser Leitidee konsequent folgte.
Vorbildfunktion: Mit Einrichtung des Fonds wollte das Unternehmen Zeichen setzen und verdeutlichen, was „nachhaltiges Spenden“ für Unternehmen bedeuten könnte.
Ökonomischer Nutzen („Business Case“): Die Einrichtung eines Fonds, an den sich Einzelpersonen und Organisationen mit Gesuchen um Unterstützung nachhaltiger Projekte wenden können, wird öffentlich wahrgenommen. Dies wirkte sich für das Unternehmen in vielerlei Hinsicht positiv aus (u.a. Stärkung des Images als „Sustainability Leader“ bei den KMU, Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber usw.)
Dabei stand der letztgenannte Aspekt mit Absicht nicht im Zentrum der Überlegungen. Der Wertschöpfungsbeitrag des Projektes für die Gesellschaft wurde als mindestens ebenso wichtig erachtet wie derjenige für das Unternehmen.
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| Vorgehen |
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In einem ersten Schritt musste zunächst die Idee der Einrichtung eines „Fonds“ genauer definiert werden, u.a. bereitgestellte Summe, Ausschreibungs- und Ausschüttungsturnus sowie Verfahren der Beurteilung eingereichter Projekte (Gutachterverfahren, Einrichtung einer Jury mit Vertretern gesellschaftlicher Gruppen etc.)
Ein zweiter Schritt führte in zwei Teilschritten zur Definition von Förderrichtlinien sowie zu einem Konzept der Bewertung von Projekten auf ihre „Nachhaltigkeit“ hin. Beide Schritte hiengen eng miteinander zusammen.
Fragen, die im Zusammenhang mit den Förderrichtlinien beantwortet werden mussten, lauteten:
Wie „breit“ wird der Zweck des Fonds definiert, d.h. welche Art von Projekten werden prinzipiell gefördert (z.B. nur regionale Projekte und/oder nur Projekte aus bestimmten Bereichen)?
Sollen wechselnde Förderschwerpunkte eingerichtet werden (z.B. alle drei Jahre ein anderes Leitthema - Umwelt, Bildung etc.)?
Über welchen Zeitraum und mit welcher maximalen Summe werden Projekte gefördert?
In welcher Form erwartet das Unternehmen, an den Projekten beteiligt zu werden bzw. über den Projektverlauf informiert zu werden?
Welche „Konkurrenz“ gibt es im Bereich der Unterstützung nachhaltiger Projekte?
Fragen, die mit Blick auf die Bewertung der eingereichten Projekte beantwortet werden mussten, lauteten:
Welche Definition von „Nachhaltigkeit“ wird zugrunde gelegt?
Inwiefern sollen Projekte „nachhaltig“ sein, nur in Bezug auf die Zielsetzungen der Projekte selbst oder auch in Bezug auf die ausführende Person/Organisation?
Inwiefern wird auf Innovation dergestalt Wert gelegt, dass in den Projekten nicht einfach das fortgeführt bzw. wiederholt wird, was z.B. staatliche Institutionen tun (oder tun sollten)?
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| Ergebnisse |
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Aus dem Projekt resultierte das Konzept eines Fonds , der anschliessend operativ werden konnte. |
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