Der globale Nachhaltigkeitsdiskurs spiegelt sich auf Organisationsebene im Konzept des nachhaltigen Managements, das ökonomische Ziele eines Unternehmens mit ökologischen und sozialen in Einklang bringt. Auch Non-Profit-Organisationen (NPO) sind gefordert, ihre Nachhaltigkeit sicherzustellen. In einem im Sommer 2009 an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gestarteten grossen Forschungsprojekt wird das Modells eines nachhaltigen Managements für NPO entwickelt, bei zwei Praxispartnern implementieren und so generalisieren, dass es anschliessend von anderen NPO zur Weiterentwicklung ihrer Systeme und Prozesse genutzt werden kann. Mit Greenpeace, dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) sowie dem Öbu-Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften beteiligen sich drei renommierte Praxispartner. Wissenschaftspartner ist das Institut für Soziologie der Universität Basel. Seitens des IfSM beteiligt sind Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub, Yvonne Scherrer und Jan Frecè (alle FHNW), ausserdem Dr. Pascal Dey (vormals FHNW) und Simon Mugier (Uni Basel).
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Vom 21.-22. August 2008 fand in Basel die „2nd International Sustainability Conference“ (ISC) statt. Die gemeinsam vom Kompetenzschwerpunkt nachhaltiges Management an der Fachhochschule Nordwestschweiz mit der Universität Basel, Programm Nachhaltigkeitsforschung, ausgerichtete Konferenz, an der mehrere Mitglieder des IfSM beteiligt sind, zielt auf den interdisziplinären Austausch zwischen der Ökonomie und den anderen Sozialwissenschaften. Die gelebte Verknüpfung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten von Nachhaltigkeit, die sich 2008 im übergreifenden Konferenzthema „Creating Values for Sustainable Development“ ausdrückte, ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der ISC von anderen internationalen Konferenzen. Wie schon bei ihrer ersten Ausrichtung 2005 wurde mit der Konferenz mithin eine internationale, nach innen und aussen wirkende Plattform zum gesellschaftlichen Diskurs um eine nachhaltige Entwicklung bereit gestellt.
Bei der ISC 2008 stellten rund 130 Präsentatorinnen und Präsentatoren aus aller Welt, deren Arbeiten durch ein 15-köpfiges Scientific Advisory Committee aus über 400 eingereichten Abstracts ausgewählt wurden, ihre aktuellen Forschungsprojekte Konferenzbesuchern vor, die aus 33 Ländern angereist waren. Wie bereits bei der ISC 2005 werden die besten Papers der Konferenz durch die Präsidenten der Konferenz, Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub (FHNW) und Prof. Dr. Paul Burger (Universität Basel) sowie die Konferenz-Managerin Yvonne Scherrer (FHNW) wieder in Sonderheften internationaler wissenschaftlicher Journals herausgegeben, nämlich dem „Journal of Business Ethics“ sowie dem „International Journal of Sustainable Development and World Ecology“.
Nachdem bei der ISC 2005 mit Gro Harlem Brundtland eine der grossen Vordenkerinnen der Nachhaltigkeitsthematik das Hauptreferat gehalten hatte, traten auch 2008 mit Dennis L. Meadows, Saskia Sassen, Alice Tepper Marlin und Klaus M. Leisinger namhafte Persönlichkeiten auf. Dennis L. Meadows gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Ökonomen und ist zugleich der bekannteste Zukunftsforscher des 20. Jahrhunderts. Die New Yorker Soziologie-Professorin Saskia Sassen, die u.a. den Begriff der „Global City“ prägte, hat vor kurzem im Auftrag der UNESCO ein über fünf Jahre laufenden Projekt zum Thema „Sustainable Human Settlement“ abgeschlossen. Alice Tepper Marlin ist Präsidentin von Social Accountability International. Die Organisation ist insbesondere durch den Verhaltenskodex „SA8000“ bekannt geworden. Klaus M. Leisinger ist Präsident der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung und war Special Advisor des UN-Generalsekretärs für den UN Global Compact. |